25.10.13 Cernobbio / Como

Die Alpenüberquerung Richtung Italien verlangt der Düsseldölle einiges ab. Serpentinen und Anstiege, die für Fahrzeuge mit verhältnismäßig guter Leistung kein Problem darstellen, bringen einen mehrere Tonnen schweren 60 PS-Bus von Zeit zu Zeit zum schnaufen. Mitglied Stephans eisernes Regiment an der Steuerkonsole duldet jedoch keine Schwächen und nach einigen heiseren Rufen ins Handschuhfach, „Brücke an Maschinenraum, mehr Kohle!“ wird der Gotthart-Tunnel (unter unverhältnismäßig häufiger Inanspruchnahme des 1. und 2. Ganges) erreicht. Ganz schön lang das Ding. Kurz nach der Einfahrt stellen sich den Dölzschnern zwei Polizisten in den Weg und beäugen etwas argwöhnisch das heitere Gefährt. Nach einem kurzen Plausch mit dem redeführenden Kollegen über Zustand und Leistung des Busses wird die Fahrt durch den schier endlosen Tunnel fortgesetzt und endet in Cernobbio, wo die wohlverdiente Nächtigungsphase eingeleitet wird.

Wer Bilder von Italien im Kopf hat, der sieht sicherlich Sonne, Strand und Meer. Den Dölzschnern zeigt sich Bella Italia allerdings von einer ganz anderen Seite, denn die Sonne ist auf ihrer eigenen Europatour offensichtlich gerade woanders unterwegs und wo sich das Meer, geschweige denn der Strand befindet ist sowieso mal wieder völlig unklar. Das ist auch im nächsten Dorf Como nicht anders, weshalb man sich darauf beschränkt Frischwasser zu besorgen und einige Einkäufe zu tätigen.

Die Dölzschner sind drei Musiker aus Dresden-Dölzschen, die seit dem Jahr 2011 miteinander musizieren. Die Basis der selbst geschriebenen Musik (HT-Phon-Sound) ist das HT-Phon – ein von Ludi selbstgebautes Instrument aus Abflussrohren.

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