San Remo 04.-07.11.2013

Auf dem Weg zur nächsten Station "San Remo" findet sich der erste der langersehnten idyllischen Schlafplätze. Mit Höhenbegrenzung ... Klassischer Planungsfehler oder etwa beabsichtigt? Das habt ihr euch so gedacht! Die Dölzschner sind pfiffig, umfahren das viel zu niedrig angesetzte Tor mit Leichtigkeit und sichern sich die Poolposition mit Strandblick. Tequila ist auch noch da, es wird also ein lustiger Abend.

 

Und weiter geht's nach San Remo. Auch dort ist ein äußerst ansehnlicher Stellplatz direkt am Meer schnell gefunden. Mit Dusche.

-"Or geil!"

Der große Vorteil an Reiseunternehmungen in der Nebensaison ist, dass die Stellplätze für Campingfahrzeuge nicht überlaufen sind, zumindest das ist also kein allzu großes Problem. Ein noch größerer Vorteil an San Remo ist, dass man vom Nächtigungsplatz aus ohne den Motor anwerfen zu müssen Ausflüge in die fünf Fußminuten entfernte Stadt machen und sich somit die Suche nach passenden Parklücken sparen kann. Davon macht man natürlich auch Gebrauch und findet schnell die Shoppingmeile, die sich zum Musizieren erfahrungsgemäß am besten eignet. Besonders viel Fußvolk ist zwar nicht unterwegs, aber die Dölzschner haben kein Problem damit mal wieder piano bis pianissimo zu spielen und keine riesige Menschentraube beschallen zu müssen. Trotzdem landen ein paar Kröten im Hut bzw. in der Klarinettentasche also wird´s am nächsten Tag gleich nochmal probiert. Doch bevor die Dölzschner in der Heia landen, wartet noch eine Überraschung auf sie:

Ein sicheres Zeichen dafür, dass der Bekanntheitsgrad zunimmt ist das Wiedererkennen durch andere Bevölkerungsteilnehmer. Zwei deutsche, die ebenfalls mit einem Mercedesbus unterwegs sind, erkennen das grüne Gefährt und teilen dies den Dölzschnern mit. Zumindest die Düsseldölle ist also bereits weltberühmt. Way to go!

Die Polizei scheint auch am Folgetag nach der Siesta wenig Interesse daran zu haben Straßenmusiker zu verscheuchen. Ein Block nach dem anderen erklingt in den Gassen San Remos und plötzlich meldet sich ein groß gewachsener Mann zu Wort und erklärt, dass auch er gebürtiger Dresdner sei und seinen Lebensunterhalt mit Straßenmusik verdient. Ah! Ein Kollege. Die Pause zwischen den Blocks wird für einen Schwatz mit dem welterfahrenen Herren genutzt, der in seinem Leben schon einiges an Berufserfahrung in verschiedensten Bereichen (und Ländern) gesammelt hat und nun in San Remo sein Geld mit der Querflöte macht. Matthias, so der Name des langen Straßenmusikanten, kommt auch abends nochmal zur DüDö, wird auf ein Bierchen und einen Eierbecher „Queen Margot“ (einen vorzüglichen und noch dazu billigen Baileys ähnlichen Toffee-Likör) eingeladen und fachsimpelt mit den Döllis bis in die Nacht über Vergangenheit, Zukunft und natürlich Musik. 

Hier die Website von Matthias: http://www.pauker.at/VIP/Matti/home_de

Mitglied Stephan investiert noch einige Zeit um Zwennia-Yvonne die Lebensgeister einzuhauchen und bald darauf schnurrt das Kätzchen wieder. Aufgrund des fehlenden Auspuffs zwar in einer brutalen Lautstärke und ohne Kette noch nicht fahrbereit aber immerhin: Sie knattert!

Aller guten Dinge sind drei! Ein (vorerst) letztes Mal wird die Shoppingmeile aufgesucht und nach einer weiteren Straßensession mit Tanzeinlage von einer Hand voll gleich gekleideter Jugendlicher und den damit (zum Glück) verbundenen Einnahmen verabschieden sich die drei Nomaden von ihrem Kollegen Matthias, merken sich San Remo auf Grund der netten Bekanntschaften und desinteressierten Polizeier für die Rückfahrt vor und ziehen weiter in die Stadt der Reichen und Schönen: Monaco!

Die Dölzschner sind drei Musiker aus Dresden-Dölzschen, die seit dem Jahr 2011 miteinander musizieren. Die Basis der selbst geschriebenen Musik (HT-Phon-Sound) ist das HT-Phon – ein von Ludi selbstgebautes Instrument aus Abflussrohren.

Das neue Album „Volles Rohr“ (© 2014) ist jetzt erhältlich!